Die Debatte im Kulturausschuss

 

Im Rahmen einer Sitzung des braunschweiger Kulturausschusses vom 04.02.2005 ging es um den Umgang mit dem braunschweiger Kolonialdenkmal.

Hierbei beantragte Udo Sommerfeld von der PDS das Denkmal ins Museum zu bringen. Der Bezirksrat hingegen hatte eine Erläuterungstafel initiiert, die einen Text der Braunschweigischen Landeszeitung von 1925 tragen sollte, in welchem die Errichtung des Denkmals aus dem damaligen Zeitgeist erklärt wurde: „Um den Gedanken an unsere Kolonien wachzuhalten“ und der dort gefallenen Soldaten zu gedenken.

Hierbei kritisierte Isolde Saalmann von der SPD, das Ganze sei missverständlich. Bei Nicht-Beachtung des Datums könne der Eindruck entstehen, es handele sich um eine heutige Rechtfertigung des Denkmals.

Bürgermitglied Dr. Reinhard Goedecke vermisste darüber hinaus die Stellungnahme, dass man derartige Eroberungen heute bedauere.

In Bezug auf die Erläuterungstafel des Denkmals äußerte der damalige Landesmuseumsdirektor Gerd Biegel, der Text verstärke den Eindruck, man wolle den Kolonialismus ehren. Auch das Bildmotiv sei missverständlich, der Löwe repräsentiere die Stärke Afrikas und keinesfalls eine mögliche braunschweigische Großmannssucht.

Der damalige Kulturdezernent Wolfgang Laczny sprach von einer Interimslösung, man wolle hier ein Schülerprojekt miteinbeziehen und anschließend nacharbeiten.